Zeiterscheinung Mangelernährung
15.09.2009 15:04Jeder kann sich täglich ganz bequem einen grünen Chlorophyll-Cocktail aus Gerstengras-Pulver mixen. Gerstengrassaft ist vielleicht das gesündeste "Fast Food" der Welt!
Leider macht der saure Regen auch vor biologisch bewirtschafteten Flächen nicht Halt. Durch die Verschiebung des pH-Wertes im Boden, der immer saurer wird, geht zum Beispiel das wichtige Antioxidans Magnesium eine Verbindung mit Aluminium ein und ist damit weniger pflanzenverfügbar. Die Vitalstoffdichte unserer Lebensmittel sinkt. So beklagt der Krebs-Informationsdienst in Heidelberg, daß der Vitamin C-Gehalt unserer Äpfel innerhalb der letzten zehn Jahre um 80 Prozent gesunken ist, der Betakarotingehalt von Fenchel im gleichen Zeitraum um ebenfalls 80 Prozent geschrumpft ist und Karotten 41 Prozent so viel Magnesium wie vor zehn Jahren enthalten. Brokkoli enthält nur noch 32 Prozent der Kalziummenge von vor zehn Jahren, bei Fenchel ist der Anteil an Folsäure um 68 Prozent geschwunden, Spinat erlitt im gleichen Zeitraum einen Verlust von Magnesium um 68 Prozent und von Vitamin B6 um 59 Prozent, Bananen einen Folsäure-Verlust von 84 Prozent und von Vitamin B 6 von 92 Prozent. "Ein Apfel pro Tag" ist also längst nicht mehr ausreichend, um sich gesund zu erhalten.
Viele Ärzte und Ernährungswissenschaftler sehen im Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen in unserer Nahrung die Hauptursache für den schlechten Gesundheitszustand in den Industrienationen. Wer erlebt sich schon täglich als "strahlend gesund", und welcher alte Mensch stirbt noch an Altersschwäche? Professor Dr. Heinz Liesen, Ernährungswissenschaftler: "Wir müssen davon ausgehen, dass mehr als zwei Drittel aller Deutschen über 50 Jahren zunehmend an subklinischen Mangelzuständen leiden. Diese Menschen sind noch nicht krank, aber das Immunsystem ist geschwächt. Sie werden anfälliger für Krankheiten, auch für Krebs." Anzeichen für ein gefährliches Vitalstoffdefizit können Müdigkeit, Konzentrationsschwäche oder Schlafstörungen sein. Besonders ältere Menschen sind betroffen, da sie sowieso weniger essen und sich oft nicht die Mühe machen, Essen frisch zuzubereiten. Das Fatale an unserer hektischen, streßreichen Lebensweise: Wir bräuchten mehr und nicht weniger Vitalstoffe, um den Herausforderungen des modernen Lebens gewachsen zu sein und den dadurch gebildeten Freien Radikalen Paroli bieten zu können.
Zur Aufwertung unserer Nahrung mit Vitalstoffen sollte man Obst und Gemüse möglichst aus Bio-Anbau kaufen. Große Supermarkt-Ketten haben schon eine große Auswahl an preiswertem Bioobst und Gemüse. Zur Aufwertung der Nahrung kommen Wildkräuter, Sprossen und natürliche Nahrungsergänzungsstoffe wie Gerstengras in Frage. Präparate aus dem Chemielabor wirken bestenfalls gar nicht und werden mit dem Urin wieder ausgeschieden - man sagt, die Amerikaner hätten den teuersten Urin der Welt. Im schlechtesten Fall wirken manche Vitaminpillen toxisch, das heißt belastend für den Körper.
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